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Und das sind noch die harmloseren der rund 4000 Kommentare unter dem Facebook Post der Bild“ Redaktion. Am Samstag gab es dazu auch in der Berlin/Brandenburg Ausgabe der Bild“ Zeitung einen Artikel:

Es soll sich dabei laut Bild“ Redaktion um jenen Mann handeln, der im Oktober 2016 auf dem Berliner U Bahnhof Hermannstraße einer Frau in den Rücken trat. Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen. Nach einer ffentlichkeitsfahndung wurde der Mann wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und elf Monaten Haft verurteilt. Offenbar hatten die Angreifer die sogenannte Laufzeit abgewartet Zeit, in der die Gefangenen zu ihren Arbeitsstellen, oder anderen Abteilungen in der JVA gehen dürfen. [ S[.] wurde offenbar erst gestern nach Großbeeren gebracht, weil er in der JVA Tegel nicht mehr sicher“ war. Wie es hieß, soll er sicherungsverlegt“ worden sein. [ sind solche Angriffe auf Mithäftlinge spätestens dann, wenn das Opfer in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung gebracht werden musste. Das soll gestern der Fall gewesen sein.

Wir haben bei der Berliner Senatsverwaltung für Justiz nachgefragt. Pressesprecher Sebastian Brux sagte uns, dass er zu einzelnen Häftlingen keine Informationen geben dürfe, allerdings sei allgemein festzustellen, dass am Freitag in der JVA Heidering kein Gefangener krankenhausreif geschlagen“ worden sei. Es habe auch keine Verlegung in das Justizvollzugskrankenhaus Berlin oder in ein öffentliches Krankenhaus“ stattgefunden. Brux bestätigte, dass es am Freitag eine gewalttätige Auseinandersetzung zum Nachteil eines Gefangenen“ gegeben habe. Allerdings sei dieser Insasse zuvor nicht von der JVA Tegel in die JVA Heidering, sondern von der JVA Moabit in die JVA Heidering verlegt“ worden. Es habe sich dabei auch nicht, wie von der Bild“ Redaktion behauptet, um eine Sicherheitsverlegung gehandelt. Außerdem habe sich der Vorfall nicht in einem Arbeitszusammenhang“ ereignet.

Die Bild“ Geschichte ist mit all ihren Fehlern bei vielen anderen Medien gelandet. Sie schrieb:

Liebe User, diese Geschichte hat uns alle sehr schockiert. Aber der Täter wurde verurteilt und verbüßt seine Strafe. Es gibt ein Rechtssystem in Deutschland. Und auch, wenn manche Urteile einem persönlich nicht fair erscheinen, ist das trotzdem keine Berechtigung, Selbstjustiz zu verüben. Auch nicht im Gefängnis. Auch eine JVA ist kein rechtsfreier Raum. Darum bitten wir euch,
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bei euren Kommentaren sachlich zu bleiben. Hetzerische, beleidigende oder diskriminierende Aussagen werden moderiert und bei Bedarf gelöscht.

Gestern war es der rumtatschende Präsident eines tunesischen Fußballvereins (Tatsch too much!“), am Samstag der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad (Zurück ins Abklingbecken!“) und am Freitag ein Fregattenkapitän (Maschinen stopp!“). Die Mischung ist schon ziemlich bunt, wenn die Bild“ Redaktion jeden Tag einen VERLIERER“ des Tages auswählt. Heute sind die Vereinten Nationen dran:

Saudi Arabien und der Kampf für Frauenrechte? Und dann auch noch der Vorsitz der Kommission für die Stellung der Frau“? Das könnte man in der Tat lächerlich“ finden, wenn es denn stimmen würde. Aber es stimmt nicht.

Erstmal zu den Fakten: Saudi Arabien wurde tatsächlich in die United Nations Commission on the Status of Women“ gewählt mit den wenigsten Stimmen aller neu gewählten Mitglieder. Das hat aber nichts mit dem Vorsitz dieses Ausschusses zu tun. Das Land ist ab 2018 für vier Jahre eines von 45 Mitgliedern der Kommission für die Rechtsstellung der Frau“, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was Bild“ behauptet, ist also ansatzweise richtig, letztendlich aber Quatsch. Nun soll es aber von 2018 bis 2022 das Gremium zu Frauenrechten bei den Vereinten Nationen anführen. Wir befürchten, dass die Redaktionen bei einer Seite abgeschrieben haben, bei der man nicht unbedingt abschreiben sollte, wenn man es ernst meint mit dem Journalismusmachen den Netzfrauen“:

Die Netzfrauen“ hatten bereits vorgestern falsch über die Wahl Saudi Arabiens berichtet. Ihr Text verbreitete sich wie blöd im Internet. Laut 10000 Flies“ war er am Sonntag der bei Facebook am zweithäufigsten geteilte Artikel. Man kann der Meinung sein, dass das Land dort nichts zu suchen hat, bevor sich die Situation der Frauen im Land nicht verbessert hat. Wenn man aber jemanden zum VERLIERER“ machen will, sollten doch wenigstens die Fakten stimmen.
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