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Fahrten durch längere Straßentunnel erzeugen bei manchen Autofahrern ein eigenartiges Spannungsgefühl, eine Art Beklemmung, die bis zu Angstgefühlen reichen kann und den Psychologen bekannt ist. „Ich fühle mich eingezwängt in eine dunkle Röhre und habe keine Ausweichmöglichkeit ins Freie“ bekennt der eine Fahrer, und ein anderer: „Wenn ich in einen langen Straßentunnel einfahre, verspüre ich ein eigenartiges, fast einengendes Gefühl auf der Brust, ich spüre, dass ich für Momente den Atem anhalte.“ Und eine Fahrerin bekannte: „Ich fühle mich während der ersten 200 Meter Fahrt im Tunnel fast ein wenig unsicher, aber dann gewöhne ich mich an die Situation.“ In einer im letzten Jahr begonnenen Untersuchung der Schweizer Forschungsstelle für Verkehrsmedizin über das Fahrverhalten durch Straßentunnel ergaben sich einige interessante Hinweise auf die Veränderungen physiologischer Parameter bei den verschiedenen Fahrern. Es zeigte sich ein zeitliches beziehungsweise Distanz abhängiges Auftreten der verschiedenartigen subjektiven Gefühlsempfindungen im Verein mit dem Auftreten objektivierbarer physiologischer Veränderungen.

Fahrer wussten nichts

In der ersten Untersuchungsstufe wurde den Fahrern fünf Kilometer vor der Tunneleinfahrt ein Gerät zur Messung der Herzschlag und Atemfrequenz angelegt, ohne ihnen zu sagen, was der genaue Zweck des Tests sei. Die Impulsaufzeichnungen wurden elektronisch auf Band aufgenommen, so dass keine Beobachter im Wagen mitfuhren und die externe psychische Beeinflussung damit auf einem Minimum gehalten wurde. Die Veränderung der Atmungsarbeit,
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das heißt die pro Minute registrierbaren Atemzüge, war etwas uneinheitlich, teils wurde die Atmung während der ersten Zeit der Tunneldurchfahrt schneller, teils sogar etwas langsamer, insgesamt aber deutlich unregelmäßiger, als bei der Fahrt vor und nach dem Tunnel. Ohne auf die zur Zeit noch nicht abgeschlossenen Untersuchungen weiter einzugehen, darf auf ein interessantes Phänomen hingewiesen werden: Ein wesentlicher Anteil dieser Veränderungen scheint über das optische Sinnesorgan abzulaufen, nämlich durch den Unterschied in den Beleuchtungsverhältnissen zwischen hellem Tageslicht und der Tunnelbeleuchtung. Denn die erwähnten Veränderungen von Puls beziehungsweise Herz und Atemarbeit fielen durch Versuche zur Nachtzeit weniger deutlich aus.

Der Artikel „Die mid Zeitreise: Angst im Stra wurde am 02.02.2018 in der Kategorie News von Jutta Bernhard mit den Stichw Historie, Mobilität, Tunnel, News, ver
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