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Den Durchbruch im deutschsprachigen Raum hatte sie mit dem Song Erinnerungen“ (Memories) als Grizabella im Musical Cats“. mit HaPe Kerkeling in Club Las Piranhas“). Vor kurzem erschien ihr sehr persönliches Album Du hast mir Glück gebracht“, was uns den Anlass gab, Angelika vor das Mikrofon zu bitten.

SCHWULISSIMO: Angelika, Du hast in Hamburg an der Schauspielschule Gesang, Schauspiel, Tanz und Pantomime studiert. Nach deiner ersten Rolle in Godspell“ hast du im Fernsehen 6 Tipps für Hausfrauen“ gespielt. Was ist denn so ein typischer Tipp?

Angelika: Möglichst nicht in der alten Kittelschürze und mit Lockenwicklern auf dem Kopf dem Mann das Essen servieren. dass man dem anderen auch noch nach zehn Jahren manchmal seine Ruhe lassen sollte.

SCHWULISSIMO: Du hast für deine Rolle im Film Meine Sorgen möchte ich haben“ den Ernst Lubitsch Preis“ bekommen. Lebst du heute sorgenlos?

Angelika: Nein, Gott sei Dank nicht. Dann wüsste ich ja nicht, wie es ist, wenn ich Glück empfinde. Es muss im Leben rauf und runter gehen, ein bisschen Adrenalin gehört einfach dazu.

SCHWULISSIMO: Dann ist dir die Rolle der Grizabella“ in Cats“ angeboten worden

Angelika: Die wurde mir nicht angeboten. Es war reiner Zufall, dass ich zur richtigen Zeit am rechten Ort nämlich in Wien war, und das noch am letzten Audition Tag. Als ich die Rolle bekam, stand ich sehr unter einem Erfüllungszwang.

SCHWULISSIMO: Hast du nach 30 Jahren inzwischen eine Katzen Allergie“?

Angelika: Natürlich nicht. Für mich war es damals eine Sternstunde, die Rolle der Katze Grizabella“ singen zu dürfen. Ich ziehe noch heute meinen Hut vor dem Autor und Komponisten. Dieses Lied wird mich wohl mein ganzes Leben lang begleiten. Ich singe es jetzt noch mit Freude. Ich würde mich nie davon distanzieren.

SCHWULISSIMO: Deine erste eigene TV Show hieß Mein Musicalhaus“. Warum sind Musicals so erfolgreich?

Angelika: Ich denke, man muss eine gute Story haben, schöne Melodien und einen guten Choreografen und Regisseur. Nicht außer Acht lassen: Bühnenbild und tolle Kostüme.

SCHWULISSIMO: Du hast in Lustspielen, Musicals und klassischen Rollen gespielt. Was hast du lieber: Schauspiel oder Gesang?

Angelika: Gesang und Schauspiel gehören zusammen. Du musst mit jedem Lied im Konzert eine Geschichte erzählen, sehr viel von dir preisgeben, ohne dass das larmoyant wird. Die Leute möchten etwas von dir erfahren und ich möchte dieses Farbspiel, das ich in meiner Laufbahn als Sängerin und Schauspielerin von der Vielseitigkeit her kennen gelernt habe, miteinander verbinden. Schauspiel gehört zur Musik und zum Interpretieren dazu. Du musst musikalisch eine Geschichte erzählen, mit einer Figur und einem Charakter. Charles Aznavour Gänsehaut pur. Aber Hallo!

SCHWULISSIMO: Im Dalida Song heißt es Ich malte und frisierte mich ein bisschen mehr auf jugendlich“. Im Theaterstück Ewig jung“ auf der Berliner Renaissance Theaterbühne können sich die hochbetagten“ Schauspieler neben dir nach der Vorstellung ihr Alter abschminken und wieder frisch und jung aussehen. Wie denkst du über Schönheitsoperationen?

Angelika: Ich stehe heute schon immer etwas länger vor dem Spiegel, vielen Dank! Gott sei Dank kann ich mich noch vor dem Spiegel selber überraschen und nach dem Schminken denken: Na, geht ja noch“. Aber die, die was machen lassen möchten, sollen es machen, dafür haben wir es doch. Man muss nur dazu stehen. Ich finde es allerdings schrecklich, wenn man sich dabei verwandelt. Ich brauche keine übergroßen Lippen als Freikarte fürs afrikanische Museum. Meine Freundin Gaby Pohl ist eine großartige Schönheitschirurgin, ich hätte da die allerbeste Adresse. Zu ihr würde ich jederzeit gehen, aber zurzeit lehnt sie das für mich ab. Anne Sophie Briest) einmischt. Wie war und ist dein Verhältnis zu deiner Mutter?

Angelika: Meine Mutter war sehr streng. Manchmal hätte ich sie ein kleines bisschen würgen mögen. Aber das kennen ja viele aus eigener Erfahrung. Meine Mutter ist jetzt 82 Jahre und sieht aus wie das blühende Leben. Sie hat manchmal so viel Temperament, dass ich morgens denke, jetzt hilft nur noch ein Beruhigungstee. Ich sage nur eins: Mutter und Tochter Weltliteratur. Sie hat mich stets in meinem Werdegang unterstützt.

SCHWULISSIMO: Im eben erwähnten Theaterstück Ewig jung“ stehst du als Schwester Angelika auf der Bühne und singst den Tattergreisen“ Lieder über Siechtum, Tod und Verwesung. Denkst du über diese Themen auch persönlich nach?

Angelika: Man sollte sich rechtzeitig mit dem Tod beschäftigen. Am liebsten würde ich abends ins Bett gehen und am nächsten Morgen dem lieben Gott Guten Morgen“ sagen. Ich stelle mir immer vor, es gäbe eine große Tür und dahinter stehen alle meine Freunde, die dann sagen: So, auf geht’s Party!“

SCHWULISSIMO: Wärst du gerne noch einmal ein Teenager?

Angelika: Nein, eigentlich nicht. Meine Jugend war der Hammer. Ich war sehr ausgeflippt und verrückt, trug goldbesprühte Schuhe, Ringelsöckchen, enge Jeans und zum Leid meiner Mutter immer mal eine andere Haarfarbe. Ich habe schon in den 1970ern meinen Punk gehabt. Ich habe mich ausgetobt, liebe aber den Glamour und die Verkleidung. Mir sagte mal jemand, dass ich eventuell zur falschen Zeit auf die Welt gekommen bin. Ich liebe die 1920er und 1930er Jahre. Was für eine Mode!

SCHWULISSIMO: Du hast Kirchen und Brecht“ Lieder gesungen. Hast du noch andere, außergewöhnliche Zukunftspläne?

Angelika: Pläne gibt es viele. Ich könnte mir zum Beispiel einen Abend (Sketche in Verbindung mit Musik) mit meiner wunderbaren Kollegin Mary Roos vorstellen. Wir haben schon öfter darüber gesprochen.

SCHWULISSIMO: Bei deinem Kirchenprogramm singst du sogar das Vater unser“. Was hat dich dazu veranlasst, in Kirchen zu singen?

SCHWULISSIMO: Viele beten im Angesicht der Finanzkrise für bessere Zeiten. Was würdest du politisch wegbeten“, wenn du Frau Merkel wärst?

Angelika: Mit dieser Frage habe ich mich noch gar nicht auseinandergesetzt. Wenn ich das notwendige Geld hätte, wüsste ich, was ich täte, aber in die Position von Frau Merkel kann und möchte ich mich erst gar nicht hinein versetzen. Ich bin Künstlerin und mache meine Politik im Theater.

Ich bete vor jedem Auftritt, um mich für schöne Lebenssituationen zu bedanken; das gibt mir immer ein gutes Gefühl. Das ist ganz wichtig, egal welchen Glauben man hat. Hauptsache ist doch, dass man überhaupt glaubt.
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