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Wir sind gerade dabei unser Bauernhaus von 1782 zu renovieren und wollen im 1 DG Kinderzimmer einbauen. Das Haus ist wie ein einfaches schwäbisches Bauernhaus aufgebaut: im EG waren die Stallungen, darüber im 1 OG der Wohnraum und darüber ein 2geschossiges Dach (mit 2 einfachen Kammern. Das Dach haben wir im letzten Jahr neu gemacht und mit einer Aufsparren Dämmung versehen (Schalung, Dampfbremse; 10 cm Holzweichfaser, 2,5 cm Holzweichfaser bituminiert, dann Biberschwanzdeckung). Die beiden Kammern im Dach sollen nun Kinderzimmer werden und dafür muß der Boden (bzw die Decke des Raums darunter gemacht werden. So wie es sich bis jetzt darstellt (es kann noch nicht alles freigelegt werden) ist folgender Aufbau von unten nach oben vorhanden: Holzverschalung (wahrsch. durch Isofloc oder ähnliches) um bessere Schall und Wärme Isolierung zu erhalten? Vor allem möchten wir auch nicht, dass sich Mäuse in dieser Schüttung wohlfühlen!

2) Um einen geraden Boden zu erhalten, hat uns ein Zimmermann empfohlen rechts und links jedes Balkens ca. 5cm dicke Bretter nach oben überstehend anzubringen und auszurichten. Dies wird dann die Auflage für die Bodenkonstuktion (wahrscheinlich OSB).

Wie sehen hier die Meinungen zu der Schüttung und zum Bodenaufbau aus?

da sie wie ich aus Ihren Angaben entnehmen kann Wert legen auf gesunde Bauweise würde ich empfehlen, die Schüttung aus Erde und Spreu bis auf die Wickeldecke zu entfernen. Anschließend wäre es sinnvoll etwas für die Masse und die Wärmedämmung zu tun. Eine Möglichkeit wäre das Einbringen einer Holzleichtlehmschüttung (trocken) oder einer Blähglasschüttung (trocken). Diese beiden Stoffe können je nach Anwendungszweck und Erfordernissen auf die jeweilige Dichte eingestellt werden. Das mit den Brettern vom Zimmermann kann sinnvoll sein,
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es gibt aber bestimmt auch andere Lösungen. Natürlich ist es immer schwer aus der „Ferne“ Ratschläge zu geben da man sich ja kein Bild vom jeweiligen Zustand der Decke machen kann. Die aufgeführte Lösung ist sicherlich eine von vielen Möglichkeiten. Wenn Sie noch Fragen haben rufen Sie ruhig an.

aus der Oberlausitz

Hallo, ich bin auch ein Altbau Fan, aber lose Schüttungen würde ich entfernen, und zwar möglichst restlos, weil zwei Jahrhunderte Staub einfach nicht mehr gemütlich sind. Die Lehmwickeldecke würde ich unbedingt erhalten und, wo nötig, mit der gleichen Technik ausbessern, alternativ mit Lemsteinen auf Fehlboden. Das bringt einen tollen Schallschutz. Als Unterbau für den Fußboden würde ich eine Kreuzlattung aus 4 x 6er oder 6 x 8 er Kanthölzern empfehlen (Rastermaß nach den Ausbauplatten ausrichten, damit die Stöße möglichst auf den Latten zu liegen kommen). Den entstehenden Hollraum könnte man mit einer losen Schüttung (Perlite, Ceralith), mit Matten (Hanf),
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Cellulose (wenn die beim Dachausbau eh eingesetzt wird) oder Leichtlehm auffüllen.