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Als die 19 jährige Alisa Buccitorno ihre Haustüre öffnet, hat sie noch das Badetuch um ihre Haare gewickelt. Sie habe, sagt sie, nach einem langen Arbeitstag, den Abend genutzt, um sich eine Haarkur zu gönnen. Der modebegeisterten Schweizerin mit italienischen Wurzeln ist es wichtig, wie sie sich in ihrem Job präsentiert. Das liegt daran, dass sie keine gewöhnlichen Kunden wie Hausfrauen oder Studenten bedient. Zu ihren Kunden gehören reiche Millionärsgattinnen aus verschiedenen Ländern, denn Alisa ist Verkäuferin in einer Edelboutique am Paradeplatz in Zürich.

Der Platz bildet zusammen mit der Bahnhofstraße Zürichs Luxusshoppingmeile, die neben den Champs lyses in Paris und der 5th Avenue in New York zu den teuersten Straßen der Welt gehört. „Ich kam durch meine ältere Schwester, die auch schon in der Boutique arbeitete, an diesen Job“, erzählt sie. Ihre Schwester wurde ihrerseits von einer Cousine der Chefin vorgestellt. „Es ist wichtig, in so einem Umfeld auch bei den stressigsten Situationen die Ruhe und die Contenance zu bewahren, da jeder Kunde die größte Aufmerksamkeit der Verkäuferinnen verlangt“, erzählt Alisa, während sie sich einen Zopf in ihre langen, braunen Haare flicht. Die Erfahrung, so viele verschiedene Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen und mit Mode zu arbeiten, kompensiere den gelegentlichen Stress. Auch in Alisas Zimmer ist ihre Begeisterung für Mode omnipräsent, es ist modern dekoriert und hat etwas von einem New Yorker Loft. Die roten Streifen an ihrer Tapete erinnern an eine schicke Hotellobby, Bilder aus der Vogue und anderen Modezeitschriften schmücken die Wände. Während sie Gesichtscreme aufträgt, schildert sie, wie anstrengend ihr Tag war und dass sie sich samstags lieber mit Freundinnen treffen würde, als den ganzen Tag im Laden zu verbringen. Sie grinst einen kurzen Moment und erklärt dann, dass sie sich ja selbst für diese Arbeit entschieden habe und dass sie, trotz der ungünstigen Arbeitszeiten, glücklich sei mit dem, was sie tue.

Nach einem Blick auf ihren Schrank, an dem ein etwa sechs Jahre altes Foto von ihr klebt,
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lacht sie und schildert ihre früheren Mode Fauxpas; bunt bedruckte T Shirts und Peace Armbänder gehörten zu ihren Lieblingsstücken. Als Jugendliche habe sie nicht allzu sehr auf ihr ußerliches geachtet. „Natürlich habe ich mich gepflegt, doch vom Kleidungsstil her glich ich einem Hippie“, fügt sie kichernd hinzu. Mit der Zeit habe sie gelernt, „wie wichtig“ es sei, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu kleiden. In Berufen wie ihrem, in denen man eine Marke oder ein Unternehmen repräsentiere, sei es entscheidend, was für Kleider man trage. Sie öffnet ihren Schrank, zeigt teure Jeans, Kaschmirpullover und eine Parajumpers Jacke. „Die Umgebung, in der du arbeitest, beeinflusst deinen Kleidungsstil stark. Das war mir, als ich in der Boutique anfing, noch nicht bewusst. Ich dachte, es reiche aus, wenn man eine elegante weiße Bluse und eine dunkle Bügelfaltenhose oder einen schwarzen Röhrenrock anziehe, doch da irrte ich mich. Die Kunden achten darauf, was die Verkäuferinnen tragen. Deshalb bekommen wir jeden Monat eine neue Arbeitskleidung einer im Laden vertretenen Marke zur Verfügung gestellt. Falls dem Kunden dann eines unserer Kleidungsstücke gefällt, können wir ihn auf das Sortiment hinweisen.“ Einige Kunden seien auch anstrengend, sagt sie und setzt sich auf ihre feuerrote Couch. „Unsere häufigsten Kunden sind klischeemäßig reiche, ältere Schweizer Damen und Araber und Russengattinnen. Letztere kommen in die Boutique und erwarten, dass man ihre Sprache spricht und sie wie Königinnen behandelt.“ Die Herausforderung der Verkäuferinnen bestehe darin, immer freundlich den Wünschen der Kundinnen nachzugehen. Es sei wichtig, diese Wünsche immer zu befriedigen, denn die Kundinnen seien diejenigen, die ein Vermögen für die teuren Markenartikel ausgäben, und nicht sie selbst, fügt sie mit einem müden Lächeln hinzu. Spaß habe sie, wenn sie freundliche,
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modebegeisterte Kunden bediene.