parajumpers arches So wirft ein Pionier seinen Stolz über Bord

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Seit mehr als 25 Jahren schreibt Nintendo jedes Jahr Gewinn. Der japanische Publisher hat bislang jede Spiele Videospiel Krise überlebt und ging oft sogar als Sieger hervor, auch wenn andere Hardware besser und schneller war. In den letzten Jahren strauchelte das Traditionsunternehmen aber. Satoru Iwata, Präsident und CEO von Nintendo, soll daran schuld sein, warfen ihm Investoren vor. Sie wünschen sich schon lange, dass Nintendo sich mit seinen Marken neuen Märkten öffnet. Statt nur auf Wii U und Nintendo 3DS zu veröffentlichen, sollen Spiele und Apps auch auf iPhone und iPad kommen. Dort, so schätzen sie, würden allein die Markennamen schon für einen Downloadboom sorgen.

Einerseits haben sie Recht. Nintendo könnte mehr auf mobilen Geräten präsent sein. SEGA und Square Enix haben beispielsweise vorgemacht, wie parallele Veröffentlichungen oder spezielle Mobile Games mit den bekanntesten Gesichtern der jeweiligen Firma aussehen können. Iwata aber stellte sich quer. Mutig.

Jetzt ist er eingeknickt, aber nicht so, wie Beobachter es erwartet haben. Anstatt seine eigenen Spielfiguren auf viel weiter verbreitete Handys und Tablets zu bringen, kopiert Nintendo das Spielprinzip anderer Anbieter und bringt sie auf den Nintendo 3DS. Puzzle Dragons Z, Puzzle Dragons: Super Mario Edition und Pokmon Shuffle heißen die Free2Play Spiele. Im Prinzip sind es Match 3 Titel, denen ein Kampfelement übergezogen wurde,
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damit nicht auf den ersten Blick auffällt, dass sie 1:1 Kopien des beliebten Candy Crush sind.

Nun mag man zu Felde führen, dass auch King das Prinzip von Candy Crush nur gestohlen und kopiert hat. Die Art und Weise, wie das Spiel funktioniert, war jedoch wegweisend. Spieler haben fünf Leben, die sie mit jedem neuen Match verbrauchen. Im Hintergrund lädt ein Timer die Lebensenergie wieder auf. Jede Viertelstunde kommt ein Herz zurück. Wer nicht warten kann, gibt ein paar Cents aus. Und wer einfach nicht weiter kommt, gibt mal hier, mal da einen Euro für Ingame Gegenstände aus. Die Betreiber des größten Match 3 Spiels machen damit monatlich viele Millionen Dollar.

Nun steht Satoru Iwata da und verspricht etwas völlig neuartiges. Free2Play bei Nintendo. „Wenn Ihre Herzen alle sind, können sie entweder warten oder mit eShop Guthaben neue kaufen. Und wenn Sie mal nicht weiterkommen, können Sie Items freischalten.“ Entweder durch StreetPass oder echte Kohle. Kommt euch bekannt vor? Das ist nicht der Game Changer, den ich mir von Nintendo erwartet habe. Das ist eine eiskalte, billige Kopie.

Kopien sind im Mobile Geschäft schon lange Alltag. Die größten Hits von heute haben Mobile Publisher meist selbst von anderen nachprogrammiert und nur beim Marketing mehr Geld in die Hand genommen. Nintendo stand für mich immer über den Dingen. Wenn so ein Geschäftsgebaren nun normal wird, wirft Nintendo jeden Rest von Würde und Stolz über Bord. Wo das hinführt, zeigen viele kurzlebige Start Ups. Sie pumpen sich in kurzer Zeit auf und verglühen dann schneller als man zusehen kann.
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