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Review von Tom Küppers

Die entscheidende Frage bei diesem Album lautet: Können sie es noch oder nicht? Leaves‘ Eyes (Zählt das eigentlich schon als Deppen Apostroph?) mussten mit der Trennung von Frontfrau Liv Kristine 2016 einen ziemlichen Schlag ins Kontor hinnehmen. Die genauen Umstände sind bis heute etwas nebulös, aber anstatt sich in einer Schlammschlacht zu verzetteln (was, zugegebenermaßen, recht unterhaltsam hätte werden können), sind beide Parteien relativ zügig wieder musikalisch aktiv geworden. So macht Frau K. aktuell als als Solokünstlerin sowie zweite Stimme von Midnattsol auf sich aufmerksam.

Ihre ehemaligen Bandkollegen waren noch ein bisschen schneller. Sie haben bereits kurz nach der Trennung mit der Finnin Elina Siirala eine Nachfolgerin installiert, die nun auf „Sign Of The Dragonhead“ ihren Albumeinstand feiert. Inhaltlich bleiben Leaves‘ Eyes weiterhin streng nordisch wikingerisch, wenn auch gegenüber dem Vorgänger „King Of Kings“ von 2015 thematisch etwas lockerer gehalten.

Natürlich klingt Siiralas Stimme anders als die ihrer Vorgängerin, was der grundsätzlichen Ausrichtung der Band aber leider keine entscheidenden Impulse verleiht. Musikalisch gesehen hat Machwerk Nummer sieben nichts wirklich berraschendes auf der Pfanne. Es bewegt sich irgendwo zwischen symphonischen Sounds, folkigen Momenten und Gothic Metal.

Fans werden das ebenso ausdrücklich begrüßen wie die Tatsache, dass der Großteil der Songs exakt wie erwartet (oder befürchtet, je nach Gusto) klingt: Harte Riffs treffen auf operettenhaften Frauengesang treffen auf Growls treffen auf Keyboardgedönse. Die gute, alte Nightwish Formel, eben. Kann man mögen, muss man aber nicht.

Auch schön: Das Soundtrack Niveau erreichende, überwiegend instrumentale Zwischenspiel „Rulers Of Winds And Waves“. Apropos Instrumental: Alle elf Tracks werden noch einmal in gesangslosen Versionen mitgeliefert. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass hier schon das nächste Stimmen Casting vorbereitet wird, aber lassen wir das.

Mit Songs wie „Across The Sea“ oder „Fairer Than The Sun“ schielen Leaves‘ Eyes vielleicht sogar ein wenig in Richtung des von Santiano oder Mr. Hurley folklorisierten Mainstream Publikums. Aber unter uns Gebetschwestern: Warum auch nicht? Da bietet sich eine Chance, und die will die Band nutzen. Kann man ihnen eigentlich nicht übel nehmen.

Doch spätestens bei „Riders On The Wind“ hat der Spaß aber auch bei toleranten Zeitgenossen ein Ende. Diese geradezu fröhliche Nummer will der Band irgendwie so gar nicht zu Gesicht stehen. Und die von Frauenchören und Flüsterstimmen suggerierte mysteriöse Dramatik von „Shadows In The Night“ ringt echten Könnern der Materie (wie meinetwegen Moonspell) höchstens ein mitleidiges Lächeln ab.

Wie man es dreht und wendet: Festzuhalten bleibt, dass Leaves‘ Eyes auch ohne ihr einstiges Aushängeschild weiter auf dem eingeschlagenen Kurs bleiben. Ob der nun gefällt oder nicht, ist wie immer Geschmacksache, aber wer ohne großartige berraschungen auskommt und auf den bewährten Leaves‘ Eyes Sound steht, der ist hier genau richtig. Wer das alles aber ohnehin als Trällerelsen Metal abwertet, den bestätigt „Sign Of The Dragonhead“ auf geradezu grausame Art und Weise in wirklich allen Vorurteilen.

Mysterious Vor einem Monat

Ich finde dieses Album klingt wie ein ziemlicher Schnellschuss. Die alten Alben hatten wahnsinnig schöne Melodien und Kompositionen. Hier wird alles stumpf mit den Dampfhammer präsentiert. Auch fehlt die lyrische Finesse einer Liv Kristine. Die Lyrics hier sind eine Aneinanderreihung billigster Wikingerklischees. Nein, danke. Dann doch lieber die alten mystischen Alben

Einzige Gewinnerin : Elina Sirala.

Interessante Stimme. Druck und Volumen stimmen glücklich. Leider fehlt die VarianzLöschenMysterious Vor einem Monat

Leaves Eyes ist nicht jedermanns Sache, was zum großen Teil auch an Liv Kristines Stimme liegt. Sie ist sehr hoch, man könnte auch sagen dünn. Das muss man mögen ^^ . Leider hat Alex die Alben auch merkwürdig gemischt und Livs Stimme immer gedoppelt usw., was stellenweise ziemlich merkwürdig klingt. Aber musikalisch finde ich das schon sehr angenehm. Die alten Alben erinnern stellenweise an die ruhigen Atrocity Phasen (oh Wunder ). Schöne Leitthemen mit Folkinstrumenten vorgetragen, nette Gitarrenarbeit und angenehme Spannungsbögen. Würde dir „Meredead“ und „Njord“ als Alben empfehlen. „Symphonies of the Night“ ist auch toll. Auf „Vinland Saga“ und „Lovelorn“ (der Erstling) fehlen durchgängige Hits, aber sind trotzdem allesamt gute Alben. Der direkte Vorgänger zu diesem Album „King of Kings“ hat auch einige großartige Hits in petto. „Sacred Vow“, „Blazing Waters“, „Edge of Steel“ sind dort zum Beispiel meine Lieblingssongs. Dort waren auch die Texte noch interessant gehalten. „Sign of the Dragonhead“ enttäuscht mich da leider bisher auf ganzer Linie. Und dieser Nightwish Vergleich ist komplett daneben. Leaves Eyes haben und werden auch nie wie „Nightwish“ klingen. Dafür spielen Sie einen viel folklastigeren Stil und schmeißen nicht mit 100 Tonspuren um sich ^^
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